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Schulprogramm
Regionale Schule „Prof.Dr.Friedrich Heincke“ Hagenow
Schulprogramm
Schule als Lebensraum
Unser Schulprogramm dient dem Ziel, die Qualität der schulischen Arbeit zu
erhöhen, eine Identifikation der Lehrer und Schüler mit ihrer Schule zu
erreichen.
Dabei ist uns bewusst : „ Qualität ergibt sich nicht naturwüchsig!“
I. Präambel
Ausgangslage :
Nach dem Umzug vom Prahmer Berg in die Möllner Straße im Februar 2008 befindet
sich unsere Schule in einem Plattenbaugebiet in Nachbarschaft des Gymnasiums.
Das komplett sanierte Schulhaus bietet Raum für die Gestaltung vieler Vorhaben
im Rahmen unserer Ganztagsschularbeit.
In Nachbarschaft befindet sich eine große Sporthalle mit Gymnastikraum. Diese
Halle wird durch uns mit dem benachbarten Gymnasium geteilt.
Der angrenzende Schulhof ist ebenfalls saniert worden und bietet für die
Pausengestaltung zwei wetterfeste Tischtennisplatten, Bänke sowie ein Schachfeld
mit den notwendigen Schachfiguren.
Auf dem Gelände befindet sich ebenfalls ein Verkehrsgarten, der für die Pausen
zur Verfügung steht, wenn nicht gerade Verkehrsunterricht stattfindet.
Auf dem Platz befinden sich einige Sitzgelegenheiten sowie wetterfeste
Basketballkörbe.
Dahinter befinden sich ausgezeichnete Außensportanlagen, die im Rahmen der
Ganztagsschulförderung ebenfalls saniert wurden.
Auch diese werden wechselseitig durch uns und das Gymnasium genutzt.
Der ehemals im separaten Gebäude untergebrachte Schulclub befindet sich nun im
geschmackvoll sanierten Keller unseres Gebäudes und bietet den Schülern Platz
für die Betätigung spielerischer und sportlicher Art sowie für den
Entspannungsbereich.
Zu unserem Einzugsgebiet gehören die Stadt Hagenow sowie auch Schüler aus den
umliegenden Orten, die mit den Schülerbussen unsere Schule sehr gut erreichen
können.
Bestandsfähigkeit :
Unsere Schule ist bestandsfähig und hat Fördermittel aus dem IZBB-Programm
erhalten.
Diese Mittel werden zum Umbau eines Gebäudes verwendet.
Die Fachkabinette Physik, Chemie, Biologie …befinden sich in einem sehr guten
Zustand und sind in den vergangenen Jahren saniert worden. Deshalb konnten sie
auch komplett umgesetzt werden, zusätzlich haben wir jedoch einen neuen Werkraum
mit angrenzendem Maschinenraum erhalten.
Im Haus befinden sich neben den Allgemeinen Unterrichtsräumen drei
Computerfachkabinette, die über moderne Technik, Internetzugang für jeden
Rechner (DSL)verfügen.
Auch die anderen Unterrichts- und Projekträume verfügen über Internetzugang,
auch eine Lehrer- und Schülerbibliothek sowie die Räume für die Schülerfirma,
den Schülerrat, der Schulclub und der Bereich der Schulsozialarbeit.
In den Kellerräumen befinden sich unsere Töpferwerkstatt mit zwei Töpferscheiben
sowie mit einem großen Brennofen in einem abgetrennten Raum, ein Fitnessraum
sowie Übungsräume für Musik: für die Schülerband und den Gitarrenunterricht.
Ebenfalls vorhanden ist eine moderne Cafeteria, für die ein Nutzungskonzept
erarbeitet wird.
Im Gebäude befindet sich eine vor einigen Jahren eingerichtete
Hauswirtschaftsküche, die ebenfalls umgesetzt werden konnte und die für den AWT-
Unterricht, aber auch für Fremdsprachen oder Klassenleiterstunden genutzt werden
kann.
Der ehemalige Innenhof wurde zu einem attraktiven Atrium mit angrenzendem Freien
Lernort und einer kleinen Bühne umgestaltet, das von zwei begehbaren Galerien
eingesehen werden kann und viel Platz für Veranstaltungen der verschiedensten
Art genutzt werden kann.
Von außen ist unsere Schule durch eine farbenfrohe Fassade weithin sichtbar.
II. Pädagogisches Leitbild
Wir wollen gemeinsame Wertvorstellungen entwickeln, die das Bild der Schule nach
außen und innen in einem besonderen, für unsere Schule typischen, Licht
erscheinen lassen.
Dabei liegen Licht- und Schatteneinwirkungen in der Hand des Kollegiums und all
derer, die sich in irgendeiner Form am schulischen Leben beteiligen oder auf die
Beteiligten Einfluss nehmen.
Wir wollen unsere jungen Menschen auf die Zukunft vorbereiten. Sie sollen
lernen, sich für das gesellschaftliche Miteinander zu engagieren, sollen dabei
unterstützt werden, eigene spezielle Fähigkeiten zu entwickeln.
Sie sollen die Möglichkeit erhalten, Lernen und Leben miteinander zu verbinden.
Unser Programm soll sich an den Handlungskompetenzen orientieren, damit die
Schüler ihre Sachkompetenz, ihre Methodenkompetenz, die Selbstkompetenz und die
Sozialkompetenz entwickeln können.
Wir wollen kulturelle Anregungen bieten und gleichzeitig die Fähigkeiten sowie
die Begabungen der Schüler berücksichtigen und fördern.
Gerade in heutiger Zeit ist es notwendig, dass Schüler ihren Platz in der
Gesellschaft finden und deshalb mit einer Portion Selbstbewusstsein aus der
Schule entlassen werden , welches sie befähigt, die eigene Entwicklung positiv
zu steuern.
Dazu ist es notwendig, die eigenen Stärken und Schwächen zu kennen, um Erfolg
oder Misserfolg zu verkraften und positiv in die Zukunft blicken zu können.
Das kann Schule nicht allein leisten, da ist in erster Linie die Familie
gefragt, da trägt auch die Gesellschaft insgesamt eine enorme Verantwortung.
Wir als Schule wollen unseren Beitrag dazu leisten und deshalb die Bedürfnisse
berücksichtigen, auf die wir als Schule Einfluss nehmen können.
Dazu zählen wir:
Erholung, Entspannung, Wohlbefinden,
Lernen, Weiterlernen,
Sozialkontakt, Ausgleich,
Selbsterfahrung, Selbstfindung,
Engagement, Mitbestimmung,
Kreative Erlebnisentfaltung, kulturelle, produktive Aktivitäten.
Altersgerecht und entwicklungsorientiert sollen diese Bedürfnisse unser
gemeinsames Handeln in der Schule bestimmen.
Eine gute Bildungs- u. Erziehungsarbeit ist genauso Grundvoraussetzung für das
Gelingen wie funktionierende Teamarbeit.
Wir glauben, dass wir durch die Erfahrungen, die wir durch die vielfältige
Projektarbeit gewonnen haben und durch die Erfahrungen der Arbeit als
Ganztagsschule recht gute
Voraussetzungen bieten, um die Arbeitsfelder von Modellprojekten durch
Eigenverantwortung und Selbstständigkeit zu durchlaufen und neue Aspekte für
freie Lernorte gewinnen können.
Dabei dient das pädagogische Konzept, das wir für die Genehmigung unserer Arbeit
als Ganztagsschule erarbeitet haben, als Leitfaden, der durch die Teilnahme an
neuen Projektvorhaben weiterentwickelt werden soll.
Seit dem 1. August 2003 arbeiten wir bereits als Ganztagsschule, zunächst mit
zwei Jahrgangsstufen, seit August 2005 aber mit allen Klassenstufen.
Die Schüler sollen sich ausprobieren, sollen ihre Talente entdecken und
weiterentwickeln, sollen durch Erfolgserlebnisse in ganz unterschiedlichen
Bereichen lernen, stolz zu sein auf das, was sie vollbracht haben.
Das stärkt ihre Persönlichkeit, es lässt sie selbstbewusster und zufriedener
werden.
Es führt sie raus aus der Passivität und hinein in das Bedürfnis, sich für
andere Dinge als z.B. für das Fernsehen oder Computerspiele zu interessieren.
Durch Fordern und Fördern lernen die Schüler, sich selbst kreativ zu
beschäftigen.
Der Schriftsteller Hermann Hesse hat einmal gesagt: „Wir verlangen, das Leben
müsse einen Sinn haben. Aber es hat nur genau so viel Sinn, wie wir ihm geben.“
Das möchten wir unseren Schülern begreiflich machen.
Dabei wollen wir mit all denen zusammen arbeiten, die für Bildung und Erziehung
Verantwortung tragen und diese auch wahrnehmen möchten.
Ganz besonders viel liegt uns an dem guten Kontakt zu unseren Eltern, den wir
durch konkrete Angebote erweitern bzw. fortsetzen möchten :
- im Rahmen der Ganztagsschule
Gewinnung von „Leseeltern“
- Verstärkung des Schulvereins durch Gewinnung neuer Mitglieder
- Nutzung der Elternsprechtage
- Grillfeuerabend in den ersten beiden Schulwochen der neuen 5. Klassen
- Einbeziehung der Eltern bei unserem jährlichen „Tag der offenen Tür“ u.a..
Schon im Jahr 1992 haben wir unseren
Schulverein gegründet, der seit 1993 auch ein eingetragener Verein ist und
deshalb ein großer Unterstützer unserer vielfältigen Projektarbeit ist.
III: Ausführungsprogramm:
Aus den gewonnenen Erfahrungen der ersten fünf Jahre der Arbeit als
Ganztagsschule wollen wir schrittweise die bisherige Unterrichtsorganisation
aufbrechen und den Bedürfnissen der Schüler entgegen kommen.
Wie soll das konkret geschehen?
Ein Beispiel wäre eine Orientierungsstunde an einem Tag in der Woche vor Beginn
des obligatorischen Unterrichts.
Die Schüler, die sehr leistungsstark sind, können selbst entscheiden, welche
Angebote sie an dem Morgen nutzen wollen oder können schwächeren Schülern eine
Stütze sein.
Andere werden Gelegenheit haben, am Förderunterricht verschiedener Fächer
teilzunehmen, (auch Klassenstufen übergreifend).
Außerdem möchten wir in dieser Stunde das Computerkabinett öffnen, damit die
Schüler, die zu Hause keinen Internetanschluss haben,die Zeit nutzen können, um
evt. noch etwas für einen Kurzvortrag o. ä. herauszusuchen oder eine Hausaufgabe
für die nächsten Stunden vorzubereiten.
Außerdem wäre in dieser Zeit Gelegenheit, zusammengefasst Klassenarbeiten der
vergangenen Woche nachschreiben zu lassen für die Schüler, die krank waren oder
aus anderen wichtigen Gründen die Arbeit nicht mitschreiben konnten .Bisher
findet dieser Termin am Freitag in der 7. Stunde statt, für die Klassen 9 und 10
bleibt das auch so.
Auch wollen wir den 45 Minuten-Stundenrhythmus aufbrechen und dort, wo es
machbar ist, Doppelstunden nutzen, um z.B. die Übungsphase nach einer
Erarbeitung in der Fremdsprache oder in Mathematik zu verstärken. Durchgeführt
wird das im AWT- Unterricht, um die Zeit des Unterrichts effektiver nutzen zu
können, andere Fächer werden erprobt, wie z.B. Deutsch, Mathematik und Englisch
in der Orientierungsstufe 1x pro Woche.
Im Wahlpflichtunterricht wird das ohnehin schon praktiziert, weil in solch einem
Rhythmus effektiver gearbeitet werden kann und nicht soviel Zeit für Vor- und
Nachbereitung verloren geht, so z.B. für die Arbeit mit der Schülerzeitung, der
Schülerband, für den Kunstunterricht, für Gartentechnik ( bis Febr. 2008),
Töpfern u.v.m..
Außerdem legen wir viel Wert auf Projektunterricht .Das Demokratieverständnis,
das durch die Teilnahme am Bundesmodellprojekt „ Demokratie lernen und leben“
wesentliche Aspekte der Projektarbeit bestimmt hat, soll auch nach Beendigung
des BLK-Projektes weiterentwickelt werden.
Dazu gehört auch die regelmäßige Schulung der Klassensprecher .Die Schüler
sollen weiterhin lernen sich einzumischen.
Seit ca. 15 Jahren führen wir einen sehr interessanten und abwechslungsreichen „
Tag der offenen Tür“ durch. An diesem Tag präsentieren wir der Öffentlichkeit
vielfältige Projekte, die im Laufe eines Schuljahres vorbereitet werden und an
dem jeweiligen Sonnabend durch freiwillige Schüler und Lehrer präsentiert
werden.
Für gute Öffentlichkeitsarbeit sorgt auch die seit einigen Jahren bestehende
PR-Gruppe.
Eine andere Schülergruppe ist für die ständige Aktualisierung der Homepage unter
Leitung des Informatiklehrers.(www.rs-2-hgn.de) verantwortlich.
Zusätzlich führen wir einmal im Jahr eine Projektwoche zu einem bestimmten Thema
durch, die wir Klassenstufen- und Schulart übergreifend organisieren.
Die Schüler können sich unabhängig vom Alter an ihren Interessen orientieren und
an den vielfältigen Projekten teilnehmen.
Dabei sind wir daran interessiert, außerschulische Partner zu gewinnen, die die
Arbeit mit den Schülern bereichern. So z.B. konnten wir in den vergangenen
Jahren einen Regisseur „engagieren“, der mit den Schülern selbst geschriebene
Theaterstücke ( im Rahmen des Deutschunterrichts entstanden ) eingeübt hat und
zur Aufführung vor öffentlichem Publikum gebracht hat. Im Rahmen eines
Demokratieprojektes und eines Medienprojektes haben unsere Schüler Unterstützung
durch zwei Kameramänner. Sie erlernen Videotechnik, Schnittführung,
Sprachgestaltung, Musikuntermalung und alles andere, um interessante Filme
entstehen zu lassen.
Im Wahlpflichtunterricht Kunst haben Schüler schon des Öfteren Hintergrundbilder
für die Leseecke in der Stadtbibliothek angefertigt, die vielen Kindern Freude
gemacht haben. (z.B. Harry Potter- Bilder, Gespensterbilder, Landschaften u.v.m.).
Als Ergänzung zum AWT- Unterricht nehmen unsere Schüler und Lehrer jährlich an
einem Planspiel „Börse“ der örtlichen Sparkasse teil und haben bereits
beachtliche Erfolge erzielt, sogar erste Plätze auf Kreisebene.
Seit unserem Umzug haben wir das Projekt „Servicelearning“ ins Leben gerufen:
Schüler fungieren als „Lesepaten“ im benachbarten Kindergarten und bieten auch
„Unterhaltungsdienste“ im Senioren- und Pflegeheim an.
Außerdem beteiligen wir uns an dem Programm „Interkulturelle Bildung- Klappe,
die Zweite“ und bereiten uns dabei mit zwei weiteren Schulen aus Mecklenburg
sowie Schulen aus weiteren vier Bundesländern auf die aktive Teilnahme am
Ganztagsschulkongress 2008 und 2009 zum Thema „Integration“ in Berlin vor.
Solche Beispiele lassen sich noch ergänzen aus anderen Bereichen. Sie sollen
auch in weiteren Schuljahren fortgesetzt und durch neue Angebote bereichert
werden, so z.B. die regelmäßige Teilnahme am Erdgaspokalwettbewerb
(Kochwettbewerb), an dem wir uns schon seit 2004 beteiligen.
Besonders mit Beginn des Längeren gemeinsamen Lernens wollen wir neue Wege
beschreiten:
Blockunterricht in Klasse 5 1x pro
Woche in Abstimmung mit den Fachlehren und in den Fächern, in denen es sinnvoll
erscheint
Verstärkte Gruppenarbeit zur Förderung von leistungsstarken und
leistungsschwachen Schülern
Teamarbeit soll den Alltag bestimmen
1x pro Tag soll ein Teammitglied in der 5. Klasse als Ansprechpartner durch
entsprechenden Einsatz in der Klasse (1. oder 6. Std.) anwesend sein.
Teilnahme an der GTS mindestens 90% der Schüler
Beginn der Schule mit einer Entdeckungswoche zum Kennen lernen in der 5. Klasse
Das Lernen lernen – eine Lerntypbestimmung soll die richtigen
Fördermöglichkeiten für die Schüler herausfiltern. Damit beginnen wir in Klasse
5.
Aber auch im regulären Unterricht gibt es zahlreiche Beispiele für interessante
Arbeit über das „normale“ Maß hinaus. So z. B. werden im Kunstunterricht stets
Techniken gelehrt, die durch die Schüler außergewöhnliche Arbeiten entstehen
lassen und bei Ausschreibungen des Heimatmuseums über viele Jahre erste Plätze
erzielt oder den ausgeschriebenen Museumspreis erhalten haben.
Durch die Beteiligung an Ausschreibungen „Künstler für Schüler“ sind
hervorragende Schülerarbeiten entstanden, die dauerhaft der Öffentlichkeit und
natürlich auch den Schülern zugänglich sind (unter anderem auch in unserer
schuleigenen Homepage, die durch Schüler mit Unterstützung des Informatiklehrers
gepflegt wird: www.rs-2-hgn.de .
Im Rahmen der Ganztagsschule haben wir neben dem Wahlpflichtunterricht begonnen,
Kurse für alle Altersstufen zu öffnen. Eine verbesserte Akzeptanz zwischen
jüngeren und älteren Schülern ist bereits vorhanden an unserer Schule. Die
Bereitschaft der älteren Schüler, für jüngere Schüler Patenschaften zu
übernehmen ist ein Ziel, das wir noch verstärken möchten.(s. soziales Lernen.)
Das kann sich auf die informatorische Bildung beziehen oder auf den
Förderunterricht in den Hauptfächern. Davon profitieren beide, denn Hilfe ist
auch immer zum Vorteil desjenigen, der Hilfe gibt und Hilfe in Anspruch nimmt.
Es wird ein wichtiger Baustein zur Entwicklung der Sozialkompetenz sein.
Zusätzlich haben wir durch unsere vielfältige Projektarbeit und durch unsere
Namensforschung bereits interessante Kontakte zu Firmen und Institutionen
geknüpft ,die wir nachhaltig ausbauen wollen .Dazu gehört die Zusammenarbeit mit
der Kirche, der Bibliothek, der IHK, der Musikschule, den Sportvereinen, dem
Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, der Biologischen Anstalt auf Helgoland,
mit verschiedenen Archiven in verschiedenen Bundesländern u.v.m..
Das soziale Lernen, mit dem wir bereits in Klasse 5 beginnen, soll auch in den
weiteren Klassen von Bedeutung sein:
Klasse 6: Konfliktlösungstraining
Klasse 7: Zivilcouragetraining
Klasse 8: Streitschlichterausbildung (Gesprächsführung Konfliktlösung)
Klassen 9/10: Patenschaftsübernahme der neuen Klasse 5 mit
Hausaufgabenbetreuung
(öffentliche Anerkennung durch Schülerzeitung, Homepage, Erwähnung im Jahrbuch,
Zertifikate am Ende des Schuljahres)
Auch der weitere Austausch von Kontakten zu unserer Partnerschule in Mölln
gehört zu den Zielen, die wir nachhaltig ausbauen möchten. Dabei ist es
hilfreich, dass unsere beiden Schulen an dem BLK-Projekt „Demokratie lernen und
leben“ zusammengearbeitet haben.
Auch der Kontakt zur Meeresbiologischen Anstalt auf Helgoland und zu dem
Alfred-Wegener-Institut soll regelmäßig gepflegt werden.
Die neuen 5. Klassen sollen einen E-Mail-Kontakt herstellen, der zu regelmäßigen
Begegnungen (1x pro Jahr) führen soll. Einmal pro Jahr soll eine Schülergruppe
zu einem Kurzaufenthalt nach Helgoland fahren (in das Schullandheim), um die
Beziehung zu unserem Namensgeber Friedrich Heincke lebendig zu halten. Jeder
Schüler sollte einmal in seiner Schulzeit auf Helgoland gewesen sein.
Anfangen wollen wir mit einer Schülergruppe während der Projektwoche.
Klassenfahrten sollen nach Möglichkeit innerhalb Deutschlands geplant werden.
Zweimal im Laufe der Klassen 5-1o sollen Klassenfahrten durchgeführt werden,
eine davon innerhalb des Bundeslandes Mecklenburg/Vorpommern.
Auch auf dem Gebiet der Fremdsprachen wollen wir neue Wege gehen und die neuen
Medien zur Erhöhung der Sprachkompetenz nutzen. Ein spezielles Projekt wird
zurzeit in mehreren Klassenstufen erprobt und dann für alle Klassenstufen
geöffnet werden.
Im Rahmen des längeren gemeinsamen Lernens haben wir bereits in Klasse 6 mit
Schnupperkursen für die geplante zweite Fremdsprache begonnen, um die
Entscheidungsfindung für Klasse 7 zu erleichtern.
Zurzeit werden Russisch und Französisch angeboten.
Schulinterne Lehrpläne sollen in den Fachkonferenzen ständig aktualisiert
werden.
Im Rahmen der Personalentwicklung werden durch die Schulleiterin regelmäßige
Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarungen geführt (1xpro Jahr).
Die Teamentwicklung, die mit den Klassenstufen 5/6 begonnen wurde, soll auf die
Jahrgangsstufen 7/8, 9/10 erweitert werden.
Besonders in den Klassenstufen 7/8 wird die Berufsorientierung mehr Raum
einnehmen. Dazu sollen regelmäßig Praktiker in die Schule eingeladen werden,
Betriebserkundungen im Rahmen der Projektwoche durchgeführt werden, damit die
Praktika in den Klassen 8-10 noch mehr der Berufsfindung dienen.
Wir wollen es weiterhin so handhaben, dass die Klassenleiter die Schüler während
des Praktikums betreuen.
Außerdem wird sich das Kollegium für Betriebserkundungen öffnen.
Dazu gehört auch die Zusammenarbeit mit „Create MV“ und der Firma Kühne – es
wird durch unsere Schüler unter Anleitung eines AWT-Lehrers ein Hochregallager
nachgebaut.
Zur Berufsvorbereitung unserer Schüler zählen auch die Angebote, die ihnen im
Rahmen von Schule plus gemacht werden, zurzeit sind es acht Angebote (s.
Anlage).
In einigen Kursen spielt zusätzlich auch der Integrationsgedanke unserer
Aussiedler eine besondere Rolle, wenngleich wir durch die permanente
Einbeziehung einen hohen Grad an Integration jetzt schon erreichen.
Die Reihe der Angebote kann noch ergänzt werden, soll ständig den Bedürfnissen
der Schüler angepasst werden. So wollen wir die Freude am Lernen fördern bzw.
erhalten und das recht gute Lehrer-Schüler-Verhältnis weiter ausbauen.
Außerdem kann durch die vielfältigen Angebote die Chancengleichheit für alle
Schüler erhöht werden, können Defizite für sozial Benachteiligte abgebaut
werden.
Es soll nicht nur Gewaltprävention geleistet werden .Eine sinnvolle
Beschäftigung und Förderung verhindert das Freisetzen von negativem Potential
und fördert positive soziale Verhaltensweisen sowie die Entwicklung kreativer
Freizeitinteressen.
Wir denken, dass sich durch unser Programm auch das Verhältnis der Schüler
untereinander permanent verbessert und dass einem schulaversiven Verhalten
vorgebeugt werden kann.
Die Kinder und Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen, auch das
Werteverständnis wird erheblich weiterentwickelt.
Verantwortung zu tragen für Allgemeingut ist keine Selbstverständlichkeit, ist
aber für den Schulalltag unerlässlich. Denn ein gewissenhafter Umgang mit z. B.
neuer Technik, mit den vorhandenen Ressourcen bewirkt Langlebigkeit und sorgt
nicht zuletzt auch für freudvolleres Arbeiten damit.
Die neue Haus- und Alarmordnung (s. Anlage) wurde durch unsere Steuergruppe
erarbeitet und deren Einhaltung ist unser aller Ziel.
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Mehr Spaß am Lernen durch interessante Angebote und Methodenvielfalt führt
insgesamt zu einer positiveren Haltung zur Schule und fördert eine optimistische
Lebenseinstellung, die für die spätere Berufsfindung und Lebensbewältigung von
großer Bedeutung ist.
Die Schüler sollen „ihre“ Schule als Teil ihres Lebensraumes empfinden, der
einen wichtigen Platz in ihrem Leben einnimmt und sie auf das spätere Leben gut
vorbereitet.
Deshalb sollen in Absprache mit den Fachlehrern jährliche Projekte in den
einzelnen Klassenstufen geplant und durchgeführt werden:
- Kl. 5 : Geo / Bio Zarrentin
- Kl. 6 : Tümpeltour nach Schwerin
- Kl. 7 : Ge Großraden
- Kl. 8 : Kunst Barockschloss Ludwigslust
- Kl. 5-8 :Deutsch Theaterbesuch in Schwerin
- Kl. 7/8: Bio Aufklärung/ Verhütung
- Kl. 7/8 Ge Wöbbelin
- Kl. 8/9 AWT BIZ Schwerin
- Kl. 9 : Sozialkunde Besuch von Gerichtsverhandlungen
- Fahrt in den Bundestag
- AWT Nordjobmesse
- Betriebsbesichtigungen
- Kunst Fahrt in die Gemäldegalerie SN
- Bio Zukunftszentrum Nieklitz
- Kl. 10 . Ph /AWT Besuch des Umspannwerkes
- Besuch des Kernkraftwerkes
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Ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit soll die Medienerziehung für alle
Klassenstufen und Unterrichtsfächer bzw. für die Projektarbeit sein.
Grundlage dafür ist der Rahmenplan zur Medienerziehung.
Medienkompetenz umfasst darin unter anderem:
- Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen
- Verstehen und Bewerten von Medienbotschaften
- Auswählen und Nutzen von Medienangeboten
- Eigenes Gestalten und Verbreiten von Medien
- Analyse und Einflussnahme im gesellschaftlichen Kontext
Die Verwirklichung der Medienkompetenz in Verbindung mit der Entwicklung von
Lesekompetenz praktizieren wir schon seit Jahren durch
- die aktive Arbeit unserer
Mediengruppe,
- die Gestaltung unseres Jahrbuches,
- die Gestaltung von Kalendern,
- den Kurs Homepagegestaltung,
- die Teilnahme am Projekt „Schule macht Zeitung…“,
- die naturwissenschaftlichen Kurse für schule plus,
- das Gestalten von Filmen für Klappe, die Zweite( Inklusion),
- die Teilnahme von Schülern an der face- tour, die zu einer Aufnahme einer
eigenen CD im März 2009 geführt hat und noch weiterläuft,
- der Vorlesewettbewerb, der in der 6.Klasse seit Jahren durchgeführt wird,
- die Gründung der Schülerfirma Skah (Schülerkino),
- das Nutzen von verschiedenen Medien in verschiedenen Unterrichtsfächern und
in der Ganztagsbetreuung…
Damit leisten wir auch einen Beitrag für die Entwicklung von Sachkompetenz,
Sozial- und Selbstkompetenz sowie zur Medienkompetenz.
IV. Evaluation
Unsere Schule wurde durch die Teilnahme an BLK-Projekten in den vergangenen
Jahren bereits mehrfach in regelmäßigen Abständen evaluiert. Die Ergebnisse
wurden in den Konferenzen (Schüler-, Eltern- u. Lehrerkonferenzen) ausgewertet
.Dabei wurden wir unterstützt durch die Uni Göttingen, die Hochschule Potsdam
sowie durch die Universität in Hamburg.
Die letzte Evaluation wurde erst zum Ende des Schuljahres 2006 durchgeführt
Deren Auswertungen sind Bausteine unserer internen Evaluation und sollen durch
andere Formen, die eine Arbeitsgruppe erst noch erarbeiten wird, ergänzt werden.
Oberstes Ziel unserer Arbeit ist, die Schüler zu ihrem Ziel, dem Erwerb des
Abschlusses der Mittleren Reife zu führen.
Hagenow, März 2009
Regina Schlüter
Schulleiterin
In Zusammenarbeit mit der Steuergruppe Schulprogrammarbeit
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