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Publikumspreis für die beste
Unterhaltung
Klappe, die Zweite
Von November 2007 bis
November 2009 beteiligte sich eine Schülergruppe der Regionalen Schule
„Prof. Dr. Fr. Heincke“ Hagenow am Themenatelier „Kulturelle Bildung an
Ganztagsschulen“. Klappe, die Zweite!“. Dieses Themenatelier ist Bestandteil des
bundesweiten Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“ und wird durch das
Bildungsministerium gefördert. An dem Projekt nahmen vierzehn Schulen aus der
ganzen Bundesrepublik teil und erhielten finanzielle Unterstützung sowie
inhaltliche Begleitung von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.
Ziel des Schul- Projektes war
die Erstellung zweier Kurzfilme zum Thema „Migration- Inklusion“, die
Bestandteile eines gesamten Bundesfilmmagazins werden sollten. Deshalb holte
sich die Schule professionelle Hilfe beim Mediendesigner Mirko Schütze
(Mediendesign raum207), der sie, gemeinsam mit der Lehrerin Carmen Peppel, über
den gesamten Zeitraum begleitete. So waren die Schüler unter seiner
künstlerischen Leitung als Autoren, Szenenfinder und Darsteller, teilweise auch
im Kamerateam, tätig. Die Schüler lernten sich dabei selbst besser kennen,
achteten aufmerksamer auf ihr Verhalten, wuchsen in der Projektlaufzeit stärker
zusammen und gewannen mehr Selbstvertrauen. In den Kurzfilmen bzw. Filmsequenzen
drückten die Schüler ihre eigene Lebenswirklichkeit aus ihrer Perspektive aus,
d.h. die Gestaltung dessen war ihnen weitestgehend selbst überlassen.
In bestimmten Abständen trafen
sich alle Beteiligten zu Netzwerktreffen in Berlin, um in Workshops Erfahrungen
auszutauschen oder über Probleme zu sprechen. Diese Treffen gaben stets neue
Impulse und es wurden so manche Freundschaften geknüpft. Ein besonderer
Höhepunkt war die Eröffnung der Filmbegleitenden Wanderausstellung
während der Schulprojektwoche im März 2009, auf der der erste Film mit dem Titel
„Nächster Halt- Vorurteil“ ein großes Premierenpublikum hatte. Wie der
Titel des Films schon andeutet, geht es hierbei um Vorurteile bzw. Klischees
gegenüber Aussiedlern und einer unerwarteten Lösung des Problems.
Im zweiten Film „Auf den
Zahn gefühlt“ geht es um Erlebnisse des Jungen Phu beim Zahnarztbesuch, der
zum Schluss schlagfertig sogar auf Plattdeutsch reagiert. An dieser Stelle
danken alle Beteiligten einem ortsansässigen Zahnarzt, der seine Praxis dem
Drehteam zur Verfügung stellte und viel Geduld zeigte.
Nun gab es das große
Abschlusstreffen in Berlin, wo man an zwei Tagen Resümee im berühmten Filmmuseum
am Potsdamer Platz unter Einbeziehung der Öffentlichkeit zog. Dort fand auch die
Premierenfeier aller Einzelfilme sowie des Bundesfilms statt. Gezeigt wurde
außerdem eine Dokumentation der zweijährigen Arbeit. Im Anschluss daran konnte
jeder Teilnehmer bzw. Gast seine Stimme für den besten Film abgeben. Die
Hagenower Filmemacher gewannen den Publikumspreis für die beste Unterhaltung
und nahmen stolz ihren verdienten Preis entgegen! Ein bisschen Wehmut kam dann
doch auf, weil noch niemand sicher sagen konnte, ob es eine „Klappe, die dritte“
geben wird. Eins ist aber ganz gewiss, dass die Schüler, wie z.B. Maike, Marisa,
Philipp, Phu und Julia, mit ihren Partnern voller Ideen stecken und bald wieder
mit großem Schwung und Elan neue Herausforderungen annehmen werden!


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